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Bislang über 20.000 Fairphones verkauft

Das Sozialunternehmen Fairphone aus Amsterdam ist angetreten, ethische Werte in den Mittelpunkt zu stellen. Nach Angaben der Hersteller wurden bis Anfang November bereits 20.601 Fairphones bestellt. In Bezug auf die Arbeitsbedingungen beim Zusammenbau, die Rohstoffgewinnung, dem Design für eine längere Lebensdauer und der Recyclingfähigkeit beschreitet das Projekt neue Wege:

  • faire Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen,
  • Beschränkung auf eine Lieferregion und Verwendung der seltenen Erden Zinn und Tantal aus zertifizierten Quellen, damit von der Gewinnung keine Warlords profitieren,
  • neben Designaspekten zur Verlängerung der Nutzungsdauer werden auch die ökologischen Auswirkungen des Geräts insgesamt bewertet,
  • die Verwendung von Standardanschlüssen, damit vorhandenes Zubehör genutzt werden kann,
  • Herstellung des Gehäuses aus gebrauchtem Polycarbonat,
  • Berücksichtigung späterer Recyclingkosten im Verkaufspreis.

Innovativ ist auch die Finanzierung: Über Crowdsourcing - Onlinebestellungen zukünftiger Käufer - wurde das notwendige Kapital vorgeschossen.

Auch wenn hier im Rahmen des Produktdesign bereits brennende Themen der Branche in Angriff genommen wurden, bleibt noch viel zu tun. So werden bei der Endmontage der Geräte in der chinesischen Stadt Chongqing zwar die Bedingungen der ILO eingehalten, aber auf die Arbeitsbedingungen bei den einzelnen Bauteilen und Vorkomponenten hat Fairphone kaum Zugriff.

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