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Ergebnisse des Workshops „Ökodesign-Richtlinie: Potenziale und Grenzen in der Weiterentwicklung und Umsetzung“ des BDI am 3. April 2014

Am 3. April 2014 hat der BDI in Kooperation mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin den Workshop „Ökodesign-Richtlinie: Potenziale und Grenzen in der Weiterentwicklung und Umsetzung“ organisiert. Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten über die mit der Weiterentwicklung der Ökodesign-Rahmenrichtlinie 2009/125/EG verbundenen positiven und negativen Aspekte.

Die Europäische Kommission verfolgt mit der Ökodesign-Rahmenrichtlinie 2009/125/EG das Ziel, die Umweltauswirkungen von „energieverbrauchsrelevanten“ Produkten über deren gesamten Lebenszyklus zu vermindern. Im Zuge ihrer Umsetzung wurden inzwischen 22 Durchführungsverordnungen für bestimmte Produktgruppen in Kraft gesetzt. Die Ökodesign-Richtlinie trägt dabei nach Aussagen der EU-Kommission auf Produktebene maßgeblich zur Förderung energieeffizienter Technologien sowie zum Umwelt- und Klimaschutz bei.

Zur weiteren Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie veröffentlichte die Kommission in ihrem jüngsten Arbeitsplan eine Liste von Produkten, die für den Zeitraum 2012 - 2014 beim Erlass weiterer legislativer Maßnahmen vorrangig betrachtet werden sollen. Dazu zählen unter anderem Duschköpfe und Wasserhähne, Fenster für Gebäude sowie Dampfkessel mit weniger als 50 MW Leistung. Derzeit laufen bereits die Vorbereitungen für den neuen EU-Arbeitsplan „2015 - 2017“.

Darüber hinaus plant die Europäische Kommission, die Ökodesign-Richtlinie im Rahmen der Revision der Richtlinie zur Energieverbrauchskennzeichnung im laufenden Jahr (2014) zu überprüfen und gegebenenfalls zu überarbeiten. Die Anwendung der Ökodesign-Richtlinie könnte dabei auf bisher noch nicht erfasste Produkte wie z. B. Möbel, Textilien, Produkte der Chemieindustrie und Verkehrsmittel ausgeweitet werden. Außerdem sollen weitere Umwelt-Parameter aufgenommen werden, die vorrangig nicht nur auf Energieeffizienz abzielen.

Im Rahmen dieses Workshops haben Herr Jepsen, Geschäftsführer der Ökopol GmbH, und Frau Nuscheler, Europäische Kommission, Vorträge zu den Themen "Ökodesign-Richtlinie als Instrument einer umwelt- und klimabezogenen Produktpolitik" bzw. "Künftige Schwerpunkte bei der umweltgerechten Gestaltung von Produkten" gehalten.

Die Folien zu den erwähnten Beiträgen sowie das Programm finden Sie hier.