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Ressourceneffizienz in Hamburger Unternehmen

Beispiele, Konzepte und Ideen für Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft

Hintergrund

Die Steigerung der Ressourceneffizienz ist ein zentrales Thema aktueller umweltpolitischer Bestrebungen.

Während die EU-Kommission 2011 mit ihrem „Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa und mit der aktuellen Mitteilung „Hin zu einer Kreislaufwirtschaft: Ein Null-Abfallprogramm für Europa“ (mit Anhang) entsprechende Zielperspektiven definiert, hat die Bundesregierung mit dem „Deutschen Ressourceneffizienzprogramm“ (ProgRess 2011) und dem „Abfallvermeidungsprogramm des Bundes unter Beteiligung der Länder“ 2013 vergleichbare programmatische Konzepte vorgelegt.

Inhaltlich geht es bei diesen Strategien zur Steigerung der Ressourceneffizienz darum, die Inanspruchnahme der natürlichen Lebensgrundlagen vom wirtschaftlichen Wachstum zu entkoppeln und auch jenseits der Energieversorgung eine Verminderung der Abhängigkeit der europäischen Wirtschaft von Rohstoffimporten zu erreichen.

Mögliche Ansätze

Aus einer konkreten betrieblichen Perspektive lässt sich Ressourceneffizienz durch den Einsatz erprobter moderner Prozesstechniken, die entweder Hilfsstoffeinsätze vermeiden (wie z.B. die Trockenbearbeitung in der Zerspanung) oder aber zu einer besonderes effizienten Nutzung der eingesetzten Vormaterialien führen (wie z.B. bei Verschnitt armen Trennverfahren, dem endabmessungsnahen Gießen oder Pulverlackbeschichten) erreichen. Darüber hinaus bieten aber auch grundlegend neue Produktionskonzepte (z.B. unter Nutzung von nano- oder biotechnologischen Verfahren) viel versprechende Möglichkeiten.

Auch eine Produktentwicklung, die zu besonders Material sparenden, langlebigen und gut recyclebaren Produkten führt, ist ein weiteres wichtiges Handlungsfeld. Darüber hinaus bieten moderne Serviceangebote, wie Produktleasing und Produkt-Sharing, ebenfalls interessante Perspektiven im Hinblick auf die angestrebte Entkopplung von Ressourcenverbrauch und wirtschaftlichem Erfolg.

Die Hamburger Wirtschaft hat die besondere Bedeutung der Umsetzung derartiger Maßnahmen für den Wirtschaftsstandort und die nachhaltige Entwicklung der Stadt erkannt und in dem Eckpunktepapier „Beitrag zu einer Nachhaltigkeits-Strategie für Hamburg aus Sicht der Wirtschaft“ mögliche Beiträge zu einer breiten Umsetzung beschrieben. Das Arbeitsprogramm der Umweltpartnerschaft für 2013-2018 nimmt diese Vorschläge auf.

Das konkrete Vorhaben

In Umsetzung dieses Arbeitsprogrammes hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) nun konkrete Schritte eingeleitet, um ggf. notwendige flankierende Maßnahmen zur Entfaltung der Ressourceneffizienzpotenziale in der Hamburger Wirtschaft konzipieren zu können.

Mit einer fokussierten Bestandsaufnahme in ausgewählten Hamburger Unternehmen sollen zunächst

  • gute Beispiele,
  • zukunftsweisende Konzepte und Entwicklungen und
  • interessante Ideen

für ressourceneffiziente Prozesse und Produkte und zur Förderung einer Kreislaufwirtschaft identifiziert werden.

Dabei sollen gleichermaßen auch mögliche Hemmnisse und denkbare Unterstützungen identifiziert werden, die dazu beitragen können, die guten Ideen und spannenden Konzepten zu behindern oder ihnen zum Durchbruch zu verhelfen.

Das Hamburger Ökopol-Institut ist mit der Durchführung dieser Bestandsaufnahme beauftragt und wird hierfür zwischen Oktober und Januar 2015 gezielt mit Unternehmen, Fachverbänden und weiteren Technologieträgern Kontakt aufnehmen.

Unternehmen und andere Organisationen, die interessiert sind, an der Bestandsaufnahme beteiligt zu werden, können sich direkt an das Projektteam wenden:

Stichwort: „Ressourceneffizienzpotenziale in der Hamburger Wirtschaft“
Herr Jepsen, Frau Dr. Vollmer & Frau Ausberg
Ökopol GmbH, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
Tel: 040 39 100 20, Mail