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Vorgehen

Vorgehen

Die Durchführung der Integrierten Produktoptimierung folgt den üblichen Empfehlungen für eine erfolgreiche Projektdurchführung und Produktentwicklung. Dieses Vorgehen wird hier nicht näher erläutert, da es keine Besonderheit der Integrierten Produktoptimierung darstellt.

Einige Hinweise können jedoch relevant sein:

Der größte Einfluss auf die Umweltwirkung eines Produktes kann während der Gestaltungsphase ausgeübt werden. Daher ist es sinnvoll, mit ALLEN beteiligten Akteuren im Produktlebenszyklus zu Beginn eine Arbeitsgruppe zu bilden,  um gemeinsam Ziele und Optimierungspotentiale zu ermitteln. Gewinnen Sie vor allem Entscheidungsträger für Ihr Vorhaben!

Es ist sinnvoll, eine – zumindest orientierende – Analyse der Umweltauswirkungen verschiedener Produktüberlegungen bereits in die Entwicklungsphase zu integrieren, um Hinweise für die weitere Ausrichtung der Entwicklung zu erhalten. Denn die tatsächlichen Umweltwirkungen von Materialien oder Herstellungsprozessen entsprechen nicht immer dem „Bauchgefühl“, wie beispielsweise die Ausführungen zu Nachwachsenden Rohstoffen oder Biokunststoffen zeigen. 

Nicht jede Produktoptimierung beginnt auf dem Reißbrett mit dem Entwurf eines neuen Produktes – häufig sollen bereits bestehende Produkte oder Produktkomponenten verbessert werden. Auch hier ist es sinnvoll, so viele Akteure wie möglich zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zu gewinnen, da Verbesserungspotentiale nicht immer nur im eigenen Einflussbereich zu finden sind.

Es ist wichtig, aussagekräftige Ziele zu formulieren. Ein Produkt umweltfreundlicher gestalten zu wollen ist kein Ziel, denn es ist nicht messbar. Als messbare Ziele können unter anderem Indikatoren aus ökologischen Analysen dienen (z.B. KEA oder PCF). Doch die Reduzierung eines einzelnen (und beliebigen) Indikators kann zu Cross Media Effekten führen. Finden Sie daher zunächst die relevanten Umweltwirkungen in ihrem Unternehmen (Produkt) heraus und stellen Sie sicher, dass die Reduzierung eines Indikators nicht zu einer Verschiebung von Umweltlasten in einen anderen Bereich führt. Aber nicht nur Wirkungsindikatoren sind messbar. Auch die Halbierung des Energieverbrauchs oder der Transportwege können ein Ziel sein. Vorsicht bei der pauschalen Verringerung von Materialeinsatzmengen. Beim Einsatz von Alternativmaterialien mit geringerem Gewicht können dennoch höhere Umweltwirkungen entstehen – je nachdem, um welche Materialien es sich handelt.

  • Gewinnen Sie Entscheidungsträger für Ihr Vorhaben.
  • Beteiligen Sie so viele aller Akteure im Produktlebenszyklus wie möglich an der Optimierung.
  • Eine systematische Analyse der Umweltauswirkungen birgt eventuell überaschende Erkenntnisse.
  • Legen Sie messbare Ziele fest. Vermeiden Sie dabei Verschiebungen von Umweltwirkungen aus einem Wirkungsbereich in einen anderen.
  • Optimierungen sind auch bei bereits bestehenden Produkten möglich.
  • Beginnen Sie mit den Optimierungspotentialen, die den größten Umweltnutzen bei besten Kosten-Nutzen-Verhältnissen aufweisen.
  • Nutzen Sie die Chance für große Optimierungen.
  • Nutzen Sie die Chance für kleine Optimierungen.
  • Nutzen Sie die Möglichkeiten zu Verbesserungen, die sich Ihnen bieten, auf jeweils optimale Weise:
    • Sie haben ein großes Budget zur Verfügung? Beste Voraussetzungen!
    • Sie haben ein kleines Budget zur Verfügung? Beste Voraussetzungen!

Viele praxisrelevante Optimierungsansätze finden Sie auf den nächsten Seiten erläutert.

Hintergrundinformationen zu den Optimierungsansätzen finden Sie bei Reduzierung der Umweltwirkung.

Informationen zu Möglichkeiten der ökologischen Analyse finden Sie unter Bewertungswerkzeuge.

Wenn Sie Unterstützung benötigen, stehen Ihnen Partner im Netzwerk gerne zur Verfügung.