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Kumulierter Energieaufwand (KEA)

Kumulierter Energieaufwand KEA

Wichtiges zum Kumulierten Energieaufwand (KEA) im Überblick:

  • Der KEA stellt den Energieaufwand für die Herstellung eines Produktes im gesamten Lebenszyklus dar
  • Der KEA ist eine sinnvolle Kennzahl zur ökologischen Bewertung von Produkten
  • Der KEA ist als alleinstehender Indikator nicht geeignet, Aussagen über die Umweltwirkung eines Produktes zu treffen
  • Der KEA als Kennzahl ist gut geeignet, Energiesparmaßnahmen zu bewerten

Bei der KEA-Analyse wird der Primärenergiebedarf aller technischen Prozesse und Produktsysteme erfasst. Dabei werden Kernenergie, Wasserkraft und regenerative Energie, fossile Energie und sonstige Energieträger aufsummiert. Der Kumulierte Energiebedarf wird zwar üblicherweise als Bilanzierungsgröße in der Sachbilanz der Ökobilanz geführt, allerdings gilt er gemäß der ISO 14040/44 nicht als eigene Wirkungskategorie (und damit strenggenommen nicht als Indikator). Dennoch wird in der Auswertung von Ökobilanzen häufig auf den KEA zurückgegriffen, da er eine nützliche und recht einfach zu ermittelnde Kennzahl ist.

Der KEA ist gut geeignet, Energiesparmaßnahmen zu bewerten. Bei der integrierten Produktoptimierung sind solche Maßnahmen durchaus positiv zu bewerten, die zu einer Verringerung des Energieverbrauchs beitragen – selbst wenn Erneuerbare Energien zum Energieaufwand beitragen.

Der KEA ist eine sinnvolle Kennzahl, die in die Bewertung von Produktsystemen innerhalb der Integrierten Produktoptimierung berücksichtigt werden sollte. Doch auch wenn die Verringerung des KEA als definiertes Ziel für die Integrierte Produktoptimierung formuliert werden kann, ist er als Einzelkriterium nicht geeignet, die Umweltwirkung von Produkten in ihrer Gesamtheit zu beschreiben – dies kann nur in Verbindung mit anderen Indikatoren geschehen.