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Product Water Footprint (PWF)

Product Water Footprint

In den meisten Produkten steckt eine Menge Wasser. Dies ist oft nicht direkt offensichtlich, aber bei der Herstellung von Rohstoffen oder Produkten werden häufig große Mengen Wasser eingesetzt. Die größten Wasserverbraucher sind Lebensmittel, allen voran Kaffee, Kakao oder Reis und Getreide. Indirekt fällt damit natürlich auch für Fleisch- und Milchprodukte ein hoher Wasserverbrauch an, da diese unter anderem auf dem Getreideanbau basiert. Aber auch in Baumwoll- und Holzprodukten sind über den Lebensweg betrachtet große Wasserverbräuche zu finden, wie in den meisten anderen Produkten ebenfalls.

Da viele Produkte nach Deutschland importiert werden, werden auf diese Weise quasi Wassermengen importiert – man spricht dabei auch von virtuellem Wasser.

Die Wirkung der Entnahme von Wasser in Verbindung mit der Herkunft des Wassers wird als Wasser-Fußabdruck – also Water Footprint – bezeichnet.

Bei der Berechnung des Fußabdrucks spielt nicht nur die Menge des in einem Produkt enthaltenen Wassers eine Rolle, sondern vor allem die Auswirkung der Entnahme – die wiederum hängt stark von den klimatischen, ökologischen, sozialen und ökonomischen Bedingungen des Herkunftslandes ab.

Der Product Water Footprint wird – genauso wie der Product Carbon Footprint – mit den Mitteln einer umfassenden Ökobilanz ermittelt. Dabei werden alle Stoffströme eines Produktes ohne Auslassungen sehr sorgfältig modelliert.

Für die Erstellung von Product Water Footprints soll die ISO 14067 auf Basis der ISO 14040/44 dienen.